TIFF vs JPG vs PNG: Bildformat-Vergleich

TIFF, JPG und PNG sind die drei wichtigsten Bildformate – jedes für unterschiedliche Zwecke entwickelt. Dieser Leitfaden vergleicht sie in allen relevanten Dimensionen: Komprimierung, Qualität, Dateigröße, Farbtiefe, Transparenz und Anwendungsbereiche.

TIFF in JPG konvertieren

TIFF-Dateien für Web und Weitergabe verkleinern

TIFF JPG

Tippen, um eine Datei auszuwählen

oder

Supports M4A, WAV, FLAC, OGG, AAC, WMA, AIFF, OPUS • Max 100 MB

Verschlüsselter Upload per HTTPS. Dateien werden innerhalb von 2 Stunden automatisch gelöscht.

Schnellübersicht

Merkmal TIFF JPG (JPEG) PNG
Komprimierung Verlustfrei oder keine Verlustbehaftet Verlustfrei
Dateigröße (20-MP-Foto) ~60 MB ~3–5 MB ~15–25 MB
Farbtiefe 8-Bit, 16-Bit, 32-Bit Nur 8-Bit 8-Bit, 16-Bit
Transparenz Ja (Alphakanal) Nein Ja (Alphakanal)
CMYK-Unterstützung Ja Ja (eingeschränkt) Nein
Mehrseitig Ja Nein Nein (APNG für Animation)
Ebenen Ja Nein Nein
Webnutzung Nicht geeignet Ideal für Fotos Ideal für Grafiken
Am besten geeignet für Druck, Archivierung, Scannen Fotos, Web, Weitergabe Grafiken, Screenshots, Transparenz

TIFF: Der Standard für Druck und Archivierung

TIFF (Tagged Image File Format) wurde 1986 für Desktop-Publishing entwickelt und ist bis heute der Goldstandard für professionellen Druck und Bildarchivierung. Die wichtigsten Stärken:

  • Verlustfreie Qualität: TIFF bewahrt jeden Pixel exakt – ob mit LZW-Komprimierung, ZIP-Komprimierung oder ohne Komprimierung. Es werden keinerlei Daten verworfen.
  • 16-Bit- und 32-Bit-Farbe: TIFF unterstützt tiefe Farben (16 Bit pro Kanal = 65.536 Töne gegenüber JPEGs 256). So bleiben weiche Verläufe und feine Farbabstufungen erhalten – entscheidend für Fotobearbeitung und Druck.
  • CMYK-Farbraum: TIFF unterstützt CMYK nativ, das Farbmodell gewerblicher Druckereien. Damit ist es das Standardlieferformat für den Offsetdruck.
  • Mehrseitige Dokumente: Eine einzige TIFF-Datei kann mehrere Seiten enthalten – üblich bei gescannten Dokumenten, Faxen und medizinischer Bildgebung.

Der Nachteil ist die Dateigröße. Ein unkomprimiertes 20-Megapixel-TIFF ist ungefähr 60 MB groß — für Web, E-Mail oder soziale Medien unpraktisch.

JPG: Das universelle Fotoformat

JPEG (Joint Photographic Experts Group) wurde 1992 speziell für Fotografien entwickelt. Es verwendet verlustbehaftete Komprimierung auf Basis der Diskreten Kosinustransformation (DCT), um visuelle Informationen zu verwerfen, für die das menschliche Auge am wenigsten empfindlich ist.

  • Extrem kleine Dateien: Ein 20-Megapixel-Foto bei Qualität 85 ist etwa 3–5 MB groß — rund 12–20× kleiner als dasselbe Bild im TIFF-Format.
  • Universelle Kompatibilität: JPEG wird von jedem Gerät, Browser, Programm und jeder Social-Media-Plattform unterstützt. Es ist das Standardformat für Digitalkameras, Smartphones und Webbilder.
  • Einstellbare Qualität: Die JPEG-Qualität reicht von 1 (kleinste Datei, schlechteste Qualität) bis 100 (größte Datei, beste Qualität). Qualität 85–92 ist bei den meisten Fotografien vom Original praktisch nicht zu unterscheiden.

Der Nachteil ist Qualitätsverlust. Jedes Mal, wenn eine JPEG-Datei bearbeitet und erneut gespeichert wird, gehen weitere Daten verloren (Generationsverlust). JPEG unterstützt außerdem weder Transparenz noch 16-Bit-Farbe.

PNG: Verlustfreie Grafiken und Transparenz

PNG (Portable Network Graphics) wurde 1996 als patentfreier Ersatz für GIF entwickelt. Es verwendet verlustfreie Komprimierung (Deflate-Algorithmus) und ist das Standardformat für Grafiken, Screenshots und Bilder mit Transparenz.

  • Verlustfreie Komprimierung: PNG bewahrt jeden Pixel exakt wie TIFF, bietet jedoch bessere Komprimierung für Grafiken (Volltonfarben, Text, harte Kanten).
  • Alpha-Transparenz: PNG unterstützt einen vollständigen 8-Bit-Alphakanal mit 256 Transparenzstufen pro Pixel. Damit ist es ideal für Logos, Icons, Overlays und UI-Elemente.
  • 16-Bit-Farbe: PNG unterstützt 16 Bit pro Kanal (48-Bit-Farbe) und entspricht damit TIFFs Tieffarb-Fähigkeit.

Bei Fotografien sind PNG-Dateien deutlich größer als JPEG (5–8×), ohne sichtbaren Qualitätsvorteil. Die PNG-Komprimierung arbeitet am besten bei Bildern mit großen Flächen aus Volltonfarben – nicht bei den komplexen Verläufen, die für Fotos typisch sind.

Dateigrößen im Vergleich

Bildtyp TIFF (LZW) PNG JPG (Q90) JPG (Q80)
20-MP-Foto ~45 MB ~20 MB ~5 MB ~3 MB
1080p-Screenshot ~3 MB ~1,5 MB ~300 KB ~200 KB
Logo (500x500) ~200 KB ~50 KB ~30 KB ~20 KB
Gescanntes Dokument ~8 MB ~4 MB ~500 KB ~300 KB

Wann Sie welches Format verwenden sollten

TIFF verwenden, wenn Sie:

  • Dateien an eine professionelle Druckerei senden (Poster, Banner, Zeitschriften)
  • Originalfotos oder gescannte Dokumente archivieren
  • Mit 16-Bit-Farbtiefe oder dem CMYK-Farbraum arbeiten
  • Mehrseitige gescannte Dokumente speichern
  • Maximale Bilddaten für spätere Bearbeitung erhalten möchten

JPG verwenden, wenn Sie:

  • Fotos per E-Mail, Messenger oder soziale Medien teilen
  • Fotografien auf Websites anzeigen (schnelleres Laden)
  • Große Fotosammlungen auf begrenztem Speicherplatz ablegen
  • Auf Plattformen hochladen, die JPEG erfordern (die meisten sozialen Medien)
  • Die Dateigröße wichtiger ist als pixelgenaue Qualität

PNG verwenden, wenn:

  • Bilder Transparenz benötigen (Logos, Icons, Overlays)
  • Screenshots und Bilder mit Text oder harten Kanten vorliegen
  • Grafiken große Flächen aus Volltonfarben haben
  • Webgrafiken verlustfreie Qualität erfordern
  • UI-Elemente, Diagramme, Schaubilder und Illustrationen gespeichert werden sollen

Einfache Faustregel: TIFF für Druck und Archivierung, JPG für Fotos und Weitergabe, PNG für Grafiken und Transparenz. Wenn Sie zwischen JPG und PNG für ein Foto unschlüssig sind, wählen Sie JPG — die Datei wird 5–10× kleiner, ohne sichtbaren Qualitätsunterschied.

Zwischen Formaten konvertieren

Nicht alle Konvertierungen sind gleichwertig:

  • TIFF → JPG: Verlustbehaftete Konvertierung. Die Datei schrumpft erheblich (10–20×). Es geht etwas Qualität verloren, aber ab Qualität 90+ ist dies bei Fotos meist unsichtbar. Dies ist die häufigste Konvertierung, um Druckdateien für das Web aufzubereiten.
  • TIFF → PNG: Verlustfreie Konvertierung. Beide Formate sind verlustfrei, daher geht keine Qualität verloren. Die Dateigröße hängt vom Bildinhalt ab – PNG kann kleiner oder größer als TIFF LZW sein.
  • JPG → TIFF: Keine Qualitätsverbesserung. Die JPEG-Komprimierung hat bereits dauerhaft Daten verworfen. Die Datei wird größer, die Bildqualität bleibt jedoch gleich. Nur sinnvoll, wenn eine Software TIFF als Eingabe erfordert.
  • PNG → JPG: Verlustbehaftete Konvertierung. Die Transparenz geht verloren (ersetzt durch Weiß oder eine andere Hintergrundfarbe). Die Datei schrumpft bei Fotos erheblich.

Bereit zum Konvertieren?

TIFF in JPG konvertieren – einfach teilen

TIFF JPG

Tippen, um eine Datei auszuwählen

oder

Supports M4A, WAV, FLAC, OGG, AAC, WMA, AIFF, OPUS • Max 100 MB

Häufig gestellte Fragen

TIFF ist die beste Wahl für professionellen Druck und Großformatdruck, da es alle Bilddaten verlustfrei bewahrt und CMYK-Farbe unterstützt. Für normale Fotodrucke (10×15, 13×18 cm) ist JPEG mit Qualität 90+ meist nicht vom Original zu unterscheiden.

JPEG für Fotografien und PNG für Grafiken mit Transparenz, Text oder harten Kanten. TIFF sollte im Web niemals verwendet werden — die Dateien sind zu groß für schnelle Seitenladezeiten.

Die Konvertierung zwischen TIFF und PNG ist verlustfrei (beide unterstützen verlustfreie Komprimierung). Die Konvertierung in JPEG führt aufgrund der verlustbehafteten Komprimierung zu Qualitätsverlust. Die Konvertierung von JPEG nach TIFF oder PNG vergrößert die Datei, kann aber bereits verlorene Daten nicht wiederherstellen.

TIFF speichert Bilddaten verlustfrei und bewahrt jeden Pixel exakt. JPEG verwirft visuelle Informationen, die für das menschliche Auge weniger wahrnehmbar sind, und erreicht so 10–20× kleinere Dateien. Ein 60 MB großes TIFF wird als JPEG nur 3–5 MB groß – mit minimalem sichtbaren Unterschied.

Weitere TIFF zu JPG-Anleitungen

Was ist TIFF? Das professionelle Bildformat erklärt
TIFF (Tagged Image File Format) ist der Goldstandard für professionelle Bildgebung. Wenn Sie jemals Dateien von einer...
TIFF-Kompression: LZW vs. ZIP vs. JPEG — Was sollten Sie verwenden?
Ein unkomprimiertes TIFF mit 20 Megapixeln ist etwa 60 MB groß. Kompression kann das erheblich reduzieren, aber die f...
TIFF für den Druck: Beste Einstellungen für hochwertige Drucke
TIFF ist das bevorzugte Format der Druckbranche — aber falsche Einstellungen können Farbverschiebungen, unscharfe Dru...
Zurück zum TIFF-zu-JPG-Konverter

Funktion vorschlagen

0 / 2000